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Nora oder Ein Puppenheim

Nora oder Ein Puppenheim

"Ich muss mich davon überzeugen, wer recht hat, die Gesellschaft oder ich!" — Nora


Henrik Ibsens Klassiker Nora oder Ein Puppenheim gilt als Vorreiter der emanzipatorischen Literatur, jedoch musste bei frühen Aufführungen 1880 in Deutschland auf Grund der Zensur das als provokant geltende Ende umgeschrieben werden.


Das Schauspiel handelt von der Starre und der Eingeschlossenheit der Protagonistin Nora. Sowohl ihr Vater als auch ihr Mann Torvald behandeln sie als einen Besitz, der ihnen zwar kostbar ist, dem sie aber kein Eigenleben zubilligen. Erst durch eine Erpressung und das Liebesdreieck mit Doktor Rank und durch ihre alte Freundin Christine Linde erkennt Nora ihre Situation und hinterfragt das traute Puppenheim. Um dem inneren Konflikt Noras und der Emanzipation einen größeren Raum beizumessen, kommt es in der Interpretation von Selina Gebauer zu einer Doppelung der Hauptfigur. Zudem wird den unterschiedlichen Variationen des Endes an verschiedenen Stellen des Stücks ihr Raum gegeben. Doch für welches Ende werden sich unsere Noras entscheiden?