"Lebenslang" - Daniel Langbein

Dienstag, 25. Januar 2022 - 20:00

Politik & Gesellschaft | Theater

Lebenslang - Daniel Langbein

Hermann Langbein, Widerstandskämpfer, Auschwitz-Überlebender, Autor.
Daniel Langbein, Schauspieler.
Großvater und Enkel begegnen sich und das Publikum wird Zeuge, wie sich Zeitschichten übereinanderlegen und Spuren der Vergangenheit im Hier und Jetzt der Aufführung sichtbar werden.

 

Das Kulturhaus abraxas, ursprünglich als Offiziersheim von der nationalsozialistischen Wehrmacht errichtet, kooperiert seit einigen Jahren mit dem Jüdischen Museum Augsburg Schwaben. Mit gemeinsamen Veranstaltungen zu Erinnerungskultur und aktueller jüdischer Kultur wird das problematische Baudenkmal abraxas immer wieder aufs Neue mit Diskursen „überschrieben“, die der Demokratie und der Vielfalt verpflichtet sind.

Der nächste Themenschwerpunkt des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben heißt „Ende der Zeitzeugenschaft?“ Im Rahmen dieser Ausstellung, die in der ehemaligen Synagoge in Kriegshaber zu sehen sein wird, gastiert der Schauspieler Daniel Langbein im abraxas. In seiner Performance „Lebenslang“ trägt er die Geschichte seines Großvaters Hermann Langbein – antifaschistischer Widerstandskämpfer, Auschwitz-Überlebender und treibende Kraft hinter den ersten Auschwitz-Prozessen – weiter in die Gegenwart.

Die letzten Zeitzeug:innen von Krieg und Faschismus, die diese Geschichte mit ihren eigenen Berichten lebendig gehalten haben, werden bald verstorben sein. Durch Daniel Langbein kann das Publikum nun miterleben, wie sich die Spuren der Vergangenheit in der Gegenwart widerspiegeln. Ein wesentlicher Teil der Aufführung ist das Gespräch mit dem Künstler, der selbst erst acht Jahre alt war, als sein Großvater starb. Dadurch lässt sich der historische Abstand, der die nachfolgenden Generationen von der NS-Zeit trennt, überbrücken.
 

Konzept, Regie und Schauspiel: Daniel Langbein
Kostüm: Ulrike Kunze
Bewegungscoaching: Anna Maria Damm
Dramaturgie: Kathi Loch
Künstlerische Mitarbeit: Nils Zapfe

Mitwirkende